Waldbühne – Die internationale Open-Air Arena in Berlin

Waldbühne - Die internationale Open-Air Arena in Berlin

Als international anerkannte Open-Air Arena feierte die Waldbühne mit ihrem ausgewogenen und umfangreichen Programm bereits große Erfolge.

Die Rolling Stones, Queen, Depecke Mode, Paul McCartney, Prince, Celine Dion, Die Ärzte, Luciano Pavarotti und viele weitere Größen der Musikgeschichte mit internationalem Renommee haben sie genutzt – Die Waldbühne.

Gelegen in Berlin, im Charlottenburg-Wilmersdorfer Stadtteil Westend und trotzdem inmitten eines Waldes und nahe des idyllischen Naturschutzgebietes Murellenschlucht und Schanzenwald, blickt die Musikarena auf eine bewegte Historie zurück. Die Austragung der Olympischen Spiele 1936 in Berlin wird ebenfalls zur Geburtsstunde der Waldbühne, die damals noch den Namen Dietrich-Eckart-Freilichtbühne trägt. Dietrich Eckart, Chefredakteur des völkischen Beobachters und Mitbegründer der NSDAP, war einer der frühen Weggefährten Adolf Hitlers.
Die Anlage wurde vom Architekten Werner March nach Plänen seines Mitarbeiters Conrad Heidenreich errichtet. Vorbild war das antike griechische Theater in Epidauros, von dem das Prinzip der ansteigenden Zuschauerränge übernommen wurde, was eine gute Akustik trotz der Größe von 22000 Sitzplätzen gewährleistet. Hierbei bezogen sie die natürliche Umgebung der Murellenschlucht in die Planung mit ein, so dass die Waldbühne in deren Kessel errichtet wurde.

Neben den Wettkämpfen im Geräteturnen und Boxen während der Olympischen Spiele, war die Freilichtbühne immer ein Ort mit Veranstaltungen unterschiedlichster Art. Bereits zu Zeiten des Nationalsozialismus wurde hier die Oper Herakles aufgeführt sowie so genannte Thingspiele veranstaltet, die als völkisches Theater das Publikum mit in die Dramaturgie einbinden sollten. Bekannt ist hierbei das Frankenburger Würfelspiel, das an den bewaffneten Aufstand 1625 in Oberösterreich erinnert, der als Auslöser der darauf folgenden Bauernkriege gilt und in der Waldbühne uraufgeführt wurde.

Nach Ende des Nationalsozialismus wurde die Freilichtbühne in Waldbühne umbenannt und diente als Freiluftkino und Arena für Boxkämpfe. Nach Instandsetzung in den 1960er Jahren wurde sie zunehmend für Rockkonzerte genutzt. Dabei ging der 15. September 1965 in die Geschichte des Geländes ein. Ein Konzert der Rolling Stones, dass von vielen Besuchern als zu kurz empfunden wurde, führte zu Krawallen und mehrstündigen Kämpfen mit der Polizei. Infolgedessen entstand ein Sachschaden von rund 400.000 Euro, der erst 7 Jahre später vollständig behoben wurde und eine Pause in der Nutzung der Waldbühne einläutete. Erst Ende der 1970er Jahren besann man sich auf die Vorteile und begann, die Freilichtbühne wieder zu nutzen.

In heutigen Tagen ist die Waldbühne wieder fester Bestandteil des kulturellen Angebotes Berlins. Jedes Jahr genießen ca. 500.000 Besucher die einzigartige Atmosphäre des Geländes. Die Open-Air-Angebote reichen von Rockkonzerten über Veranstaltungen der Berliner Philharmoniker zu Opernaufführungen, Filmvorführungen und zuletzt sogar einer Public-Viewing-Veranstaltung eines Hertha-Bundesliga-Spiels.

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