Philharmonie

Die Berliner Philharmonie befindet sich in der Herbert-von-Karajan-Straße 1 im Stadtteil Tiergarten des Bezirks Berlin Mitte. Ganz in der Nähe liegt der Potsdamer Platz. Die Philharmonie ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar, zusätzlich stehen Parkplätze zur Verfügung.
Der auffällige, über 50 Meter hohe Bau zählt zu den bedeutendsten Konzertsälen der Deutschen Hauptstadt und beheimatet die Berliner Philharmoniker.

2.440 Sitzplätze bietet die Philharmonie. Direkt nebenan befindet sich der Kammermusiksaal, in dem 1.180 Zuhörer Platz finden. Beide Säle sind miteinander verbunden.

Zum markanten Wahrzeichen der Stadt wird die Philharmonie durch ihre gelb-goldene Außenverkleidung sowie die moderne, einzigartige Struktur. Die asymmetrische Form erinnert an ein Zirkuszelt oder auch einen Schiffsbug. Der mittlerweile verstorbene Dirigent der Philharmoniker, Herbert von Karajan, verhalf dem Bau zu seinem Spitznamen „Zirkus Karajani“.

Verantwortlich für das architektonische Kunstwerk zeichnet sich Hans Scharoun, ein wichtiger Vertreter der organischen Architektur. Nach seinen Entwürfen wurde die Philharmonie zwischen 1960 und 1963 gebaut. Die Akustik und das Musikerlebnis hatten für den Architekten Priorität. Die konventionelle frontal ausgerichtete Aufteilung in Orchesterbühne und Zuschauerraum fand in Scharouns Konzept keine Verwendung. Vielmehr bildet das Orchesterpodium das Zentrum des Innenraums. Die strikte räumliche Trennung zwischen Akteuren und Publikum ist damit weitgehend aufgehoben.

Die charakteristische Form der Räumlichkeiten ergibt sich durch die Anordnung miteinander kombinierter Fünfecke. Dabei umschließen die Zuschauer das Orchester. Die Ränge sind in unterschiedlich geformte Blöcke unterteilt und setzen sich in unregelmäßigen Formationen steil nach oben fort. Die Philharmonie bietet somit ein besonders intensives Konzerterlebnis und verfügt zudem über eine hervorragende Akustik.
Zwischen 1978 und 1981 wurden die goldenen Aluminiumplatten hinzugefügt. Noch etwas später, in den Jahren 1984 bis 1987 wurde der Kammermusiksaal errichtet.

Die Pläne zum Bau der Berliner Philharmonie stießen in den frühen sechziger Jahren nicht überall auf Wohlwollen. Schließlich wurde Scharouns Konzept trotz des Widerstandes der Berliner Bevölkerung umgesetzt.
In heutiger Zeit trägt die Philharmonie als Teil des Kulturforums im Tiergarten wesentlich zur kulturellen Bereicherung Berlins bei. Sie gilt außerdem als bedeutendstes Werk Hans Scharouns.

In den vollen Genuss der akustischen Vorzüge des ungewöhnlichen Baus kommen Zuhörer bei einem Besuch der zahlreichen Konzerte. Die Architektur lässt sich hingegen auch ohne Konzertticket bestaunen. Außerhalb der Veranstaltungen und Proben werden zu diesem Zweck einstündige Führungen angeboten.

Die Philharmonie zählt zu den Highlights unter den Sehenswürdigkeiten Berlins, nicht nur für Klassik- oder Architekturfreunde.

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