Akademie der Künste – Förderer der Kunst in Berlin

Während eines Besuches in der deutschen Hauptstadt lohnt sich ein Abstecher in die Akademie der Künste.

Die Berliner Akademie der Künste widmet sich der Aufgabe der Förderung Bildender Kunst, Musik, Baukunst, Literatur, Darstellender Kunst sowie Medien- und Filmkunst und organisiert regelmäßig Ausstellungen sowie Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte und Vorträge. Die Gemeinschaft wurde von Personen, welche sich im Bereich der Künste verdient gemacht haben, ins Leben gerufen und unterteilt sich in sechs Sektionen zu jedem Teilgebiet der Kunst. Seit 2006 ist der Grafiker und Jurist Klaus Staeck Präsident der Kunstakademie.

Die Akademie der Künste blickt auf eine lange Geschichte zurück. Den Grundstein für die heutige Einrichtung legte die Gründung der „Academie der Mahler-, Bildhauer- und Architectur-Kunst“ durch den späteren preußischen König Friedrich I. im 15. Jahrhundert. Noch heute beruft sich die Berliner Akademie auf diese Gelehrtengesellschaft, welche 1704 in „Königlich-Preußische Akademie der Künste und mechanischen Wissenschaften“ und 1790 in „Königliche Akademie der bildenden Künste und mechanischen Wissenschaften zu Berlin“ umbenannt wurde. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erhielt die Gesellschaft schließlich ihre jetzige Bezeichnung „Akademie der Künste“. Zu ihrer heutigen Form kam die Akademie 1993 durch die Fusion der „Akademie der Künste der DDR“ und der „Akademie der Künste Berlin (West)“.

 

Zur Akademie der Künste gehörte einst auch eine Zeichenschule. Die erste Berliner berufsbildende Einrichtung verlor allerdings 1886 ihren Status als eigenständige Institution, als sie in die Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbes integriert wurde.

Die im Neubau des Palais Arnim am Pariser Platz untergebrachte Akademie zählt ausschließlich gemeinnützige Zwecke zu ihren Aufgaben. Neben der kulturellen und künstlerischen Repräsentation des Staates gehören die Kunstförderung und -vertretung in der Gesellschaft, die Pflege kulturellen Erbes sowie die Entfaltung internationaler Wirkung zu den Funktionen der Gesellschaft.

Umfangreiche Bestände und Sammlungen zu Kunst und Kultur stellt das Archiv der Akademie der Künste der interessierten Öffentlichkeit sowie der Wissenschaft zur Verfügung. Im Zentrum der Sammlung stehen Kunstgegenstände und Publikationen des 20. und 21. Jahrhunderts. Sehenswert sind Ausstellungen wie „Kunst und Revolte ’68“, „Die Vereinigung 1989 -1993“ sowie zu im Exil des Nationalsozialismus entstandenen Werken.
Zur Akademie der Künste gehören ebenfalls eine riesige Bibliothek sowie die Anna-Seghers- und Brecht-Weigel-Gedenkstätten.

An talentierte Menschen, die durch besondere künstlerische Leistungen überzeugen können, vergibt die Akademie der Künste in Berlinverschiedene Preise, darunter unter anderem den Kunstpreis Berlin, den Käthe-Kollwitz-, den Joana-Maria-Gorvin- und den Heinrich-Mann-Preis. Mit Zuschüssen wie dem Schlubach-Hirschmeier- und dem Alfred-Döblin-Stipendiun fördert die Akademie der Künste im Rahmen der „Jungen Akademie“ wertvolle Tätigkeiten vielversprechender Künstler. Darüber hinaus gehören der Akademie der Künste die Stiftungen „Eduard Arnhold und Max Taut Hilfsfonds für Künstler“ und „Daniel-Chodowiecki“ an.

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